REGIONALVERBAND JURA

Betreuungseinsatz Sulzbach - Rosenberg

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Erneut ist die Katastrophenschutzeinheit des ASB Regionalverbandes Jura e. V. gefordert. Kurz vor Mittag erhielten die Samariter am vergangenen Samstag 08.08.2015 den Anruf, dass ab dem Abend die geplante Flüchtlingsnotunterkunft in Sulzbach-Rosenberg betreut werden muss. Zusammen mit den Kollegen vom Roten Kreuz und dem Städtischen Bauhof kümmern sich nun die freiwilligen Helfer um derzeit rund 50 Personen. Die Betreuungseinheit ist hier mit der Ausgabe von drei Mahlzeiten pro Tag betraut.

Die Samariter haben sich bislang darauf eingestellt, dass die Tätigkeit zwei bis drei Wochen dauern wird. Ein längerer Zeitraum ist aber nicht auszuschließen. Für die kommenden Tage stehen bereits die Dienstpläne, wo abwechselnd die Mitglieder ihren Beitrag leisten. "Wir können aber auch interessierte Personen, die bei der Hilfeleistung des ASB ehrenamtlich mitmachen möchten, anbieten sich einzubringen", sagt Vorsitzender Roland Löb.

Interessenten können sich ohne weiters beim ASB melden, für die Tätigkeit werden die Helfer durch den ASB Regionalverband eingearbeitet.

Bereits in der Vorwoche brachte die Auerbach Katastrophenschutzeinheit des ASB Feldbetten in die Unterkunft.

Katastrophenschutz

Große Taten bei großen Herausforderungen

Der Katastrophenschutz des ASB Jura verfügt über eine Betreuungs- sowie eine Versorgungseinheit. 30 ehrenamtliche Helfer stehen zur Verfügung. Vor dem 2013er Hochwassereinsatz in Niederbayern waren die Helfer unter anderem im Rahmen der Elbeflut 2002 im Einsatz – sowie auf der A9, als viele Autofahrer in ihren Fahrzeugen auf der vollkommen verschneiten Autobahn übernachten mussten.

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Ramona Neuner gehörte im Sommer 2013 zum Team des ASB Jura, das sich im Landkreis Deggendorf für die Opfer des Hochwassers einsetzte. © M. Wohlrab

Im Falle einer Katastrophe oder bei großen Schadensereignissen gehört auch der Sanitätsdienst zu den Aufgaben des ASB. Die freiwilligen Sanitäter sind mit ihren Rettungsfahrzeugen vor Ort und haben dort vor allem die Aufgabe, bei einem Massenaufkommen von Patienten Behandlungsplätze aufzubauen sowie Verletzte und Erkrankte zu versorgen. Alle Sanitäter des ASB haben für ihre Aufgabe im Katastrophenschutz eine erfolgreiche Fachdienstausbildung absolviert.

Schnell am Einsatzort

Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) ergänzen den Rettungsdienst im Katastrophenschutz. So kommen die SEG des ASB zum Beispiel bei Busunfällen oder Evakuierungen zum Einsatz. SEG haben gegenüber den regulären Einheiten im Bevölkerungsschutz eine deutlich kürzere Vorlaufzeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Einsatzort: in der Regel 15 Minuten.

Gut betreut

Der Betreuungsdienst im Bevölkerungsschutz des ASB versorgt von einem Großschadensereignis oder einer Gefahrenlage betroffene Menschen. Die Hilfe umfasst vor allem die

  • Verpflegung (Zubereitung und Verteilung von Speisen und Getränken),
  • vorübergehende Unterbringung (Aufbau und Betrieb von Notunterkünften),
  • sowie die psychische und soziale Betreuung von Betroffenen.

Der Betreuungsdienst übernimmt im Rahmen der Betreuung von Betroffenen die Registrierung von evakuierten Personen und gibt Kleider und Gegenstände des täglichen Bedarfs aus. Die Helfer unterstützten den Katastrophenschutz auch bei Evakuierungen und betreuen besonders hilfebedürftige Personen wie ältere Menschen, Eltern mit Kleinkindern oder Menschen mit Behinderung. Im Betreuungsdienst des ASB sind freiwillige Helfer mit einer entsprechenden Fachdienstausbildung für den Katastrophenschutz tätig.