REGIONALVERBAND JURA

Helfer vor Ort (HvO)

Schnelle Hilfe aus der Nachbarschaft

Bei einem Herzinfarkt kommt es häufig nicht nur auf Minuten, sondern auf Sekunden an – schnelle Hilfe ist der entscheidende Faktor. Doch gerade in ländlichen Gebieten sind die Wege weiter und es kann länger dauern, bis ein Rettungswagen am Ort des Geschehens eintrifft. Umso wichtiger ist es, dass ein qualifizierter Ersthelfer die Zeit zwischen dem Eintreten des Notfalls und dem Eintreffen der Rettungsassistenten überbrückt.

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Der "Helfer vor Ort" des ASB Jura trifft häufig vor dem Rettungsdienst am Unfallort ein – und kann erste Maßnahmen einleiten. © R. Löb

In der Frankenpfalz sind dafür seit dem Jahr 2004 die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ (HVO) des ASB Jura zuständig. „Wir machen uns sofort nach der Alarmierung durch die Leitstelle auf den Weg zum Patienten“, sagt Roland Löb, Vorsitzender des ASB Jura – und einer von zehn HvO-Mitarbeitern. „Im Schnitt treffen wir dann sechs Minuten vor dem Rettungsdienst ein und können erste Maßnahmen einleiten.“

Hierfür stehen den Helfern unter anderem ein Beatmungsbeutel, ein Defibrillator sowie Verbandsmaterial zur Verfügung. Meist geht es um internistische Einsätze. Zudem werden die Frauen und Männer immer mal wieder zur Unterstützung der Rettungsmannschaften hinzugezogen – so zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall mit vielen Verletzten. Im Schnitt kommt die HvO-Mannschaft auf insgesamt rund 160 Einsätze im Jahr.

Das rote Einsatzauto steht immer beim Diensthabenden zuhause vor der Tür. Zudem hat man einen zweiten Standort bei der Feuerwehr in Vorra. Dort stellt die Feuerwehr das Einsatzfahrzeug. „Wir finanzieren diese Leitung rein aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen“, sagt Roland Löb. „Dafür sind wir sehr dankbar, denn ansonsten wäre unser Engagement gar nicht möglich."